GLOSSAR

Bio-Polymere

Aus nachwachsenden Rohstoffen wie etwa aus Zuckerrohr hergestellte Polymere, die bei ihrer Erzeugung eine niedrigere CO2-Bilanz bedingen. Nach erfolgter Polymerisierung der Rohstoffe entstehen damit gleichwertige Produkte. Biobasierte Polymere sind mit normal fossilbasierten Polymeren identisch und sind mit herkömmlichen Abfallströmen zu 100Prozent recyclingfähig.

CO2-Bilanzanalyse

Die CO2-Bilanz ergibt sich aus der Gesamtmenge von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen, die im Ablauf des Lebenszyklus des betreffenden Produkts abgegeben werden, und wird in Kilogramm CO2-Äquivalenten ausgedrückt.

Kreislaufwirtschaft

Eine Kreislaufwirtschaft (Konstruktion, Verwendung/Wiederverwendung/Reparatur/Recycling) bildet eine Alternative zu einer herkömmlichen Linearwirtschaft (Konstruktion, Verwendung, Entsorgung), wobei die Werkstoffe am Ende ihrer Nutzungsdauer zur Ausschöpfung ihres maximalen Wertes regeneriert werden.

Abbaubare Polymere

Polymere, die abbaubare Zuschläge enthalten, können durch Mikroorganismen in Wasser, Kohlendioxid und andere Reststoffe zerlegt werden, wodurch toxische Endprodukte entstehen können. Zum Unterschied zu kompostierbaren Beuteln enthalten abbaubare Beutel in der Regel einen Zuschlagstoff, der wärme- und lichtempfindlich ist. Diese Chemikalie, die den Werkstoff oxo-abbaubar macht, kann toxische Rückstände zurücklassen.

Recyclinggerechte Konstruktion

Recyclinggerechte Konstruktion (Design for Recycling) ist ein systematischer Ansatz, der bewusst die Konstruktion umweltfreundlicherer Produkte gestattet. Damit soll sichergestellt werden, dass Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer entweder wiederverwendet oder recycelt werden.

Ökobilanz

Auch als Lebenszyklusanalyse, Lebenszyklusbewertung, Umweltbilanz und Cradle-to-Grave-Analyse bezeichnet, ist eine Methode zur Bewertung von Umweltaspekten und potenziellen Auswirkungen, die mit allen Stufen des Lebensweges eines Produkts von der Rohstoffgewinnung über die Weiterverarbeitung aller Bestandteile, die Endfertigung, den Vertrieb, den Verbrauch, die Reparatur und Wartung bis zur Entsorgung oder zum Recycling verbunden sind.

Polyolefine

Familie bestehend aus Polyethylen- und Polypropylen-Thermoplasten, die hauptsächlich durch Polymerisation aus Erdöl und Erdgas aus Ethylen bzw. Propylen gewonnen werden.

Post-Consumer-Recycling

Verfahren zur Umwandlung von gebrauchten Konsumgütern in nutzbare Stoffe.

Post-industrielles Recycling

Verfahren zur Umwandlung von bei der Kunststoffumformung anfallenden Produktionsabfällen in nutzbare Stoffe.

Recycling

Verfahren zur Umwandlung von gebrauchten Produkten in nutzbare Stoffe.

Nachhaltigkeit

Der von den Vereinten Nationen von der Brundtland-Kommission veröffentlichte Brundtland-Bericht definierte nachhaltige Entwicklung als „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“. Das bedeutet, dass die Nutzung von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen die gegenwärtigen Bedürfnisse befriedigen soll, ohne ihre zukünftige Verfügbarkeit zu verknappen.

Sustane

Produktfamilie von nachhaltigen Polymeren mit höchsten technischen Leistungseigenschaften, die vielfältigste Anwendungen auch in Bereichen bieten, in denen früher aus frischem Material hergestellte Polymere eingesetzt wurden.